Eventkalender

Mai 2026

 Kleinkunst

TACHELES: „Auf den Spuren jüdischer Bürger in Großenhain“

Innenstadt Großenhain, Start am Kirchplatz

TACHELES: „Auf den Spuren jüdischer Bürger in Großenhain“

Musikalische Stadtführung „Auf den Spuren jüdischer Bürger in Großenhain“ mit Kathrin Krüger,

mit musikalischer Begleitung durch die Musikschule Großenhain

Wer waren die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Großenhain? Wo lebten und arbeiteten sie? Wie konnten sie innerhalb weniger Jahre nach 1933 aus dem öffentlichen Leben „verschwinden“ und welche Spuren haben sie hinterlassen?

- kostenfrei-

anschließend: in der Marienkirche

Konzert „Antjes Weltempfänger - Frequenz (Ost-) Europa“

"Weltempfänger“ – ursprünglich ein Radio, heute Bandname – präsentiert ein Programm voller Entdeckungen. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen Franz Merker (Violine), Konstantin Ivanov (Akkordeon) und Tatia Slouka (Fagott) lässt die Klarinettistin Antje Taubert die Frequenzbänder Osteuropas und darüber hinaus heißlaufen.

Eintritt frei; Spenden zur Deckung der Kosten erbeten


 Kleinkunst

„Schicksalhafte Saiten“ musikalische Lesung zu Ilse Weber

„Schicksalhafte Saiten“ musikalische Lesung zu Ilse Weber

Musikalische Lesung mit der Schauspielerin und Sprecherin Sibylle Kuhne, Lewin Krumpschmid am Klavier,
sowie Einführung durch Elisabeth Geldmache, SLUB Dresden

Die jüdische Schriftstellerin und Liedermacherin Ilse Weber (1903–1944) gehört zu den eindrucksvollsten Stimmen aus dem Ghetto Theresienstadt. Als Dichterin, Sängerin und Mutter schrieb sie dort Gedichte und einfache Lieder, mit denen sie kranke und verängstigte Kinder tröstete. Oft begleitete sie sich selbst auf der Gitarre. Zu ihren bekanntesten Liedern gehört das Schlaflied „Wiegala“, das sie für die Kinder der Krankenstation schrieb. Diese Lieder wirken schlicht, beinahe wie Kinderlieder – und tragen doch die ganze Erfahrung von Verlust, Angst und Hoffnung in sich. Als 1944 die Kinder aus der Krankenstube nach Auschwitz deportiert wurden, weigerte sich Ilse Weber, sie allein zu lassen. Sie begleitete sie freiwillig in den Transport. Dort wurde sie zusammen mit ihrem Sohn ermordet. Zeugnisse berichten, dass sie auf dem Weg in die Gaskammer sang, um die Kinder zu beruhigen. Ihre Gedichte und Lieder überlebten den Krieg – verborgen und später wiederentdeckt. Heute gelten sie als leise, aber eindringliche Zeugnisse menschlicher Würde und künstlerischer Kraft unter unmenschlichen Bedingungen.

Der Abend „Schicksalhafte Saiten“ erinnert an diese Stimme: an Texte, die geblieben sind, und an Lieder, deren einfache Melodien bis heute weiterklingen.
in Kooperation mit der SLUB Dresden, „Kommen & Gehen“ und der „Leipziger Notenspur“    

Lewin Krumpschmid ist ein vielseitig auftretender Musiker und bringt seine Erfahrung in unterschiedlichsten Kontexten ein. So lässt er sein Klassisches Repertoire bei Konzerten und Festivals erklingen und ist gleichzeitig auch als Keyboarder der Progressive Metal Band Soulsplitter und Dozent in diesem Bereich aktiv.

Eintritt: 10,00 €                                            


August 2026

 Kleinkunst

„Babeln - Ein kolumbianisch-jüdischer Abend“ von und mit Max Loeb und Dos Almas

Soziokulturelles Zentrum Alberttreff Großenhain (Großenhain, Am Marstall 1)

„Babeln - Ein kolumbianisch-jüdischer Abend“ von und mit Max Loeb und Dos Almas

Max Loeb García nimmt uns mit auf eine musikalische Reise zu seiner Mutter, seiner Groß- und Urgroßmutter. Indem wir ihm auf den Lebenswegen seiner Vorfahren folgen, wird auch das babylonische Nebeneinander der Sprachen hörbar, die seine Familie geprägt haben: das Deutsche, das Spanische, das Jiddische ... Wir begleiten Max in kolumbianische Dörfer, wo seine deutsch-jüdische Familie eine neue Heimat gefunden hat und verbinden uns dabei unbemerkt mit unserer eigenen Geschichte.

In den eigens für dieses Programm geschaffenen Kompositionen führt Max Loeb García Temperament, Melancholie und Lebendigkeit der jüdischen und kolumbianischen Kultur organisch zusammen. Solch eine Musik haben wir noch nie gehört! Doch wie seine Geschichten klingt sie uns seltsam vertraut. Für dieses Herzensprojekt hat Max wunderbare Musiker gefunden, die ihn zum Teil schon lange begleiten…                                                                                                                                          

Eintritt: 8,00 €


September 2026

 Kleinkunst

„Diaspora – Vielfalt jüdischer Musik“

Soziokulturelles Zentrum Alberttreff Großenhain (Großenhain, Am Marstall 1)

„Diaspora – Vielfalt jüdischer Musik“

Konzert mit dem Trio Caracol Dresden                                                                                                                                                        

Musik kennt keine Grenzen – sie verbindet, erzählt Geschichten und bewahrt Erinnerungen. Im Jahr der Sächsischen Jüdischen Kultur 2026 laden wir Sie ein zu einer musikalischen Reise durch die Vielfalt jüdischer Klangwelten. Unter dem Titel „Diaspora“ präsentiert das Trio Caracol Werke jüdischer Komponisten und lebendige Klezmer-Musik, die von Tradition, Wandel und der Suche nach Heimat erzählen.

Seit über zehn Jahren erkunden Jana Strauchmann (Klarinette), Christian Patzer (Saxophon und Flöte) und Danny Leuschner (Akkordeon) als Ensemble die facettenreiche Welt jüdischer Musik – stets „fern der ausgetretenen Pfade“. Mit Leidenschaft und Hingabe bringen sie Stücke zum Klingen, die von der reichen kulturellen Geschichte jüdischer Gemeinschaften in aller Welt zeugen. Erwarten Sie eine Mischung aus melancholischen Melodien, mitreißenden Rhythmen und überraschenden Klangfarben, die die Vielfalt jüdischer Musiktraditionen widerspiegeln.

Das Konzert wird moderiert, sodass Sie nicht nur die Musik, sondern auch die Geschichten dahinter erleben. Lassen Sie sich berühren von der Energie und Tiefe jüdischer Musik, die Brücken baut und uns daran erinnert, wie wichtig kultureller Austausch und Verständigung sind.

Wir freuen uns auf einen Abend voller Klang, Begegnung und Inspiration!

Eintritt: 8,00 €


 Kleinkunst

"Klezmer Musik: von der alten zur neuen Welt“ mit Klezmer Muskel Kater Leipzig

Soziokulturelles Zentrum Alberttreff Großenhain (Großenhain, Am Marstall 1)

"Klezmer Musik: von der alten zur neuen Welt“ mit Klezmer Muskel Kater Leipzig

Von den Schtetl Osteuropas bis zu den Wolkenkratzern New Yorks hat die Klezmer-Musik einen Weg voller musikalischer Einflüsse zurückgelegt, der Grenzen überschreitet und mit seiner Fröhlichkeit und Melancholie Tausende von Menschen auf der ganzen Welt verbindet.

Die Band Klezmer Muskel Kater folgt den Spuren dieses Weges mit Musik und Anekdoten über das Repertoire und die repräsentativen Musiker dieses Musikgenres.

Eintritt: 8,00 €


Oktober 2026

 Kleinkunst

Kurzfilmprogramm zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Soziokulturelles Zentrum Alberttreff Großenhain (Großenhain, Am Marstall 1)

Kurzfilmprogramm zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Veranstalter: Freundeskreis für Demokratie Großenhain in Kooperation mit film.land.sachsen

Moderation & Gespräch mit Barbara Wallbraun und Uli Seis, Filmverband Sachsen e.V.                                    

Anlässlich des Themenjahres hat der Filmverband Sachsen ein eigenes Programm zusammengestellt, das unterschiedliche filmische Perspektiven auf jüdisches Leben, jüdische Geschichte und jüdische Gegenwart auslotet. In rund 65 Minuten entfalten die ausgewählten Filme persönliche, künstlerische und gesellschaftliche Annäherungen an Fragen von Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit. Zwischen animierten Bildern, dokumentarischen Momenten und pointiertem Spielfilm erzählen sie von den Nachwirkungen der Schoa, von familiären und inneren Konflikten über Generationen hinweg sowie vom Spannungsfeld zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Geschichte. Dabei stehen nicht historische Zuschreibungen oder festgelegte Narrative im Vordergrund, sondern subjektive Perspektiven, emotionale Zustände und alltägliche Situationen, die jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar machen. Das Programm bewegt sich bewusst zwischen Ernst und Ironie, Abstraktion und konkreter Lebenswirklichkeit und lädt dazu ein, jenseits von Klischees zuzuhören, hinzusehen und ins Gespräch zu kommen. Es versteht sich damit als filmische Einladung, jüdische Kultur nicht nur als historischen Bezugspunkt, sondern als lebendige, gegenwärtige und vielstimmige Realität wahrzunehmen.

Gezeigt werden: „Wir sind wieder da“ / „Compartments“ / „Wie so ein lästiger Regen schweigen kann“ / „Feels Forever“ / „Masel Tov Cocktail“

Barbara Wallbraun ist studierte Medienpädagogin und machte sich mit ihrem Dokumentarfilm „Uferfrauen - Lesbisches L(i)eben in der DDR“ einen Namen als Filmemacherin. Seit 2023 moderiert sie für das film.land.sachsen und die sächsische Landeszentrale für politische Bildung Filmabende und ergründet mit ihren Gesprächsgästen aus der Filmbranche die Hintergründe zu den gezeigten Produktionen und freut sich über Beteiligung des Publikums.

Uli Seis ist Regisseur und Produzent für Animationsfilme. Während er bei großen Studio-Produktionen wie „Raketenflieger Timmi“ und „Geschichten aus Mullewapp“ Erfahrung sammelte, widmete er sich seit 2006 auch künstlerischen Kurzfilmen. Zusammen mit Alice von Gwinner gründete er Mitmalfilm. Bei „Compartments“ führte er neben Daniella Koffler Regie und übernahm die Animation.

Eintritt frei; Spenden zur Deckung der Kosten erbeten